Rollrasen verlegen Anleitung

Rollrasen Verlegeanleitung

Rollrasen selbst verlegen

Wie wird Rollrasen verlegt?

Rollrasen selber verlegen ist nicht schwer! Diese Anleitung beschreibt Schritt für Schritt, wie Sie im eigenen Garten Rollrasen selbst verlegen.

Bitte planen Sie die Rasenbestellung so, dass der Rasen möglichst noch am Tag der Lieferung, spätestens aber am nächsten Tag, verlegt wird. Die Rasenrollen dürfen nicht austrocknen. Der Fertigrasen benötigt Licht und Feuchtigkeit. Daher muss der angelieferte Rasen unbedingt vor Wind und praller Sonne geschützt werden. Auch sollten Sie eine längere Lagerung im aufgerollten Zustand vermeiden.

Vorm Rollrasen verlegen beachten: Lagerung so kurz wie möglich

Zwischenlagerung vom angelieferten Rollrasen so kurz wie möglich. Rollrasenrollen unbedingt im Schatten lagern.

Sofort nach der Rollrasenlieferung die Folie entfernen. Fertigrasenrollen im schattigen Bereich zwischenlagern. Rollrasen sollte innerhalb von 8 Stunden nach Anlieferung vollständig verlegt sein. Im Anschluss sofort ausreichend wässern. Reklamationen werden nur innerhalb von 8 Stunden nach Lieferung per E-Mail entgegengenommen und anerkannt. Hierfür bitte entsprechende Fotos zum Nachweis erstellen und rechtzeitig einreichen. Tritt eine Reklamation während der Rollrasenverlegung auf, ist diese zur Vermeidung von Folgeschäden sofort einzustellen. Es ist keine Reklamation bei einem Fremdgrasanteil gemäß TL Fertigrasen oder beim Auftreten von Hutpilzen möglich.

1. Schritt: Boden vorbereiten

Zuerst muss die Frage beantwortet werden, um welchen Untergrund es sich handelt. Soll der Rollrasen auf einer neu zu begrünenden Fläche ausgelegt werden? Oder ist schon Altrasen vorhanden?

Bei einer Neuanlage muss der Boden aufgelockert werden. Durch Umgraben oder mittels einer Fräse werden Verdichtungen entfernt. So kann der Untergrund später genug Feuchtigkeit aufnehmen. Auch größere Steine oder Wurzeln sollten entfernt werden.
Beim Lehmboden muss für eine bessere Drainagefähigkeit und Durchlüftung Sand eingebracht werden. Bei sandigen Böden hingegen, sollten Sie zur besseren Wasserspeicherfähigkeit zusätzlich Humus in den Boden einbringen.

Im Anschluss werden Unebenheiten auf der gesamten Fläche mit einer Handwalze beseitigt und der Untergrund verfestigt. Danach wird der Starterdünger verteilt. Hierzu mit einer Harke die Bodenoberfläche aufrauen und den Dünger in den Boden einarbeiten. Wenn die Fläche noch mit Altrasen versehen ist, müssen Sie diesen mit einem Spaten abschälen.

Fertigrasen Boden vorbereiten

2. Schritt: Rasen verlegen

Der vorbereitete Boden muss jetzt leicht angefeuchtet werden. Danach rollen Sie die Rasenbahnen eng aneinander aus. Es dürfen keine Fugen oder Überlappungen entstehen. Achten Sie darauf, dass alle Bahnen möglichst versetzt verlegt werden, wie bei einem Mauerwerk.

Einzelne Rasenbahnen lassen sich mit dem Spaten oder einem scharfen Messer zuschneiden. Vermeiden Sie aber unbedingt Trittspuren auf dem neuen Rasen! Legen Sie hierfür Bretter auf die verlegten Rasenbahnen. Damit wird das Gewicht verteilt.

Um das Austrocknen der äußeren Rasenkanten zu vermeiden, können Sie an den Außenkanten der gesamten Fläche etwas feuchte Erde anhäufen. Für einen gleichmäßigen Bodenkontakt der Grassoden und zur Verdichtung der Fläche walzen Sie nochmals mit der Handwalze die Fläche diagonal zur Verlegerichtung.

Fertigrasen verlegen

3. Schritt: Rasen wässern

Im dritten und letzten Schritt wässern Sie die neue Rasenfläche durchdringend, damit der Untergrund gut durchfeuchtet wird. Rechnen Sie hierfür mit ca. 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter. Mit dem Regenmesser können Sie die Wassermenge ermitteln.

Bei hohen Temperaturen und viel Wind müssen sie etwas mehr gießen. Bei großen Rasenflächen sollten bereits fertig verlegte Teilpartien während des Verlegens gewässert werden.

Je nach Witterung dauert es ca. 2 bis 3 Wochen, bis der Rasen vollständig mit dem Untergrund verwurzelt ist. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen Sie täglich und  gleichmäßig gießen. Die durchdringende Bewässerung ist bei hohen Temperaturen auch mehrmals täglich durchzuführen. Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass die Grassoden nicht austrocknen!

Tipp: Zur Kontrolle können Sie eine normale Kaffeetasse irgendwo auf die Grasfläche stellen. Wenn Sie ausreichend gegossen haben, ist die Tasse am Ende mindestens halbvoll.

Rasen wässern

Verlegter Rollrasen muss nach der Verlegung für 2 bis 3 Wochen täglich intensiv bewässert werden. Bitte planen Sie genug Zeit zur Bewässerung ein.

Rollrasen verlegen Anleitung als PDF herunterladen.

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Häufig gestellte Fragen zum Verlegen von Rollrasen

Auf welchem Untergrund Rollrasen verlegen?

Der perfekte Untergrund für den Rollrasen ist Mutterboden, der je nach Bodenqualität mit etwas Humus oder Blumenerde angereichert wurde. Damit der Rasen schnell mit dem Nährboden verbinden kann, muss der Untergrund vorher sorgfältig umgegraben werden. Altrasen, Steine und Unkräuter sind zu entfernen. Zum Schluss noch glatt planieren und vor dem Verlegen des Rollrasens gut wässern. Die einzelnen Schritte haben wir Ihnen in unserer Rollrasen Verlegeanleitung zusammengestellt.

Muss ich den Boden vorbereiten?

Vor dem Verlegen von Rollrasen muss der Untergrund vorbereitet werden. Ist der Boden stark verdichtet, sollte dieser tiefgründig aufgelockert werden. Auch Unkraut muss zuvor gründlich entfernt werden. Unebenheiten unbedingt ausgleichen. Alle einzelnen Schritte sind in der Rollrasen Verlegeanleitung zusammengestellt.

Kann man Rollrasen im Herbst noch verlegen?

Fertigrasen kann man auch noch im November verlegen. Hierfür sollte die Außentemperatur jedoch nicht unter 10 Grad fallen.

Wann kann ich Rollrasen verlegen?

Fertigrasen kann man bereits im Frühling verlegen lassen. Damit Rollrasen gut anwächst, sollte die Bodentemperatur mindestens 5 bis 8 °C betragen. Oft wird diese Temperatur zwischen Mitte März und Ende April erreicht. Ab diesen Zeitpunkt beginnen Rasengräser mit dem Wachstum und der Verwurzelung im Boden.

Soll ich den Boden verbessern?

Ein guter Mutterboden beschleunigt das Anwachsen der Grassoden. In sehr sandige Böden sollten Sie eine Schicht Komposterde einarbeiten, um den Humusgehalt zu erhöhen. Bei schweren, lehmigen Böden dagegen sorgt eine dicke Sandschicht dafür, dass der Boden locker wird. Staunässe durch Starkregen wird verhindert. Dadurch kann der Rasen beim Betreten weniger Schaden nehmen. Auch Dünger sollte vorm Verlegen gut eingeharkt werden.

Wie hoch muss der Unterbau für Rollasen sein?

Bevor Sie Rollrasen verlegen, sollte der Boden etwa 2 bis 3 cm tiefer liegen als angrenzende Flächen wie Wege, Beete oder Terrassenkanten. So gleichen Sie die Dicke des Rollrasens aus, der selbst rund 2 bis 3 cm stark ist. Ist der Untergrund zu hoch, ragt der Rasen später über die Wegkante. Das sieht unsauber aus und erschwert das Mähen. Ist der Boden dagegen zu tief, entsteht eine Kante. Diese Vertiefung beeinträchtigt ebenfalls das Rasenmähen oder die Begehung der Rasenfläche.

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